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Die WordPress-Bild-Metadaten richtig füllen: Titel, Beschriftung, Alt-Text und Beschreibung

Die WordPress-Bild-Metadaten richtig füllen: Titel, Beschriftung, Alt-Text und Beschreibung

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In diesem Artikel erkläre ich, was Bild-Metadaten sind, was die Titel-, Beschriftungs-, Alt-Text- und Beschreibungsfelder alles bedeuten und warum sie wichtiger sind, als Sie vielleicht jetzt noch denken. Bilder können eine bedeutsame Rolle spielen für die Sichtbarkeit im Netz. WordPress macht es einfach Bildinhalte optimal mit den Bild-Metadaten zu versorgen. Wenn Sie sich ein paar zusätzliche Minuten Zeit nehmen, können Sie mit diesen Infodetails der Bilder den kommunikativen Wert dieser  verbessern. Das kann bedeuten, mehr Menschen finden über Ihre Bilddateien auf Ihre Seite oder Ihr Bildmaterial ist besser auslesbar und schon über die Googlesuche wird klar, mit wem oder welchem Sachverhalt das Bild in Verbindung zu bringen ist.

Jedes Bild hat seinen eigenen Attachment Post


Fangen wir von vorn an: Wenn Sie in WordPress ein Bild hinzufügen, sei es als „Featured Image“, als Bild in einem Post oder auf einer Seite oder als Headerbild, erstellen Sie damit automatisch ein neues Attachment Post. D.h. jedes hochgeladene Bild ist ein Attachment Post. Sobald das Bild hinzugefügt wurde, können Sie diesen Attachment Post bearbeiten und die Bild-Metadaten unterbringen. Gehen Sie dazu in die Mediathek (Medien/Media) und suchen sich die entsprechende Datei aus.

Rechts vom Bild sehen Sie Daten und Fakten zum hochgeladenen Bild. Darunter sehen Sie auch die Felder für Titel, Beschriftung, Alt-Text und Beschreibung, wie sie hier im Bildausschnitt zusehen sind.

Die Bild-Metadaten oder auch Anhangsdetails sind wahrscheinlich die am meisten ignorierten und wenig genutzten Funktionen von WordPress. Wenn Sie lernen, was sie sind und wie Sie sie verwenden, werden Sie sie nicht wieder ignorieren. Da bin ich mir sicher.


URL

Hierbei handelt es sich um die Internetadresse des Bildes. Die baut sich aus dem Pfad (wo also das Bild abgelegt wurde)  und dem Bildnamen auf. Somit ist es hilfreich schon vor dem Hochladen darauf zu achten, welchen Namen das Bild trägt. Im Namen des Bildes können zum Text passende Schlagwörter verwendet werden. Diese sollten durch einen Bindestrich getrennt sein. Halten Sie den Dateinamen kurz. Wiederstehen Sie der Versuchung, zeilenlange Zeichenketten im Dateinamen unterzubringen. Das kann schnell als Schlagwortspam gewertet werden und zur Abstrafung der Website führen. Nachträglich kann die URL nicht mehr geändert werden. Jedoch bieten manche Themes die Option auch den Permalink einer Bilddatei oder dergleichen zu gestalten.


Titel

Der Titel ist das einzige von WordPress benötigte oder erzwungene Anhangsdetail. Er wird standardmäßig aus den Namen der Datei automatisiert erstellt. Sie sollten jedoch den ursprünglichen Datei -Titel in einen beschreibenden Titel des Bildes ändern. Denn das ist auch der Titel des Attachment Posts für das Bild und genau wie bei einem normalen Beitrag, definiert der Titel den schönen Permalink für den Anhang. Sie können natürlich den Titel auch verwenden, um nach Bildern in Ihrem Medienarchiv zu suchen. Nach beschreibenden Titeln lässt sich leichter suchen.


Bildbeschriftung (Untertitel)

Die Beschriftung ist der Text, der traditionell unter dem Bild angezeigt wird und deshalb auch als Untertitel aufgefasst werden kann. Die genaue Platzierung hängt jedoch von Ihrem Theme ab. Manche Themes lassen die Beschriftung der Bilddateien gänzlich unberücksichtigt. Die Beschriftung bleibt dann verborgen, kommt optisch nicht zu Einsatz. Man sollte sie dennoch eingeben, auch wenn es keine Rolle für die Gestaltung der Website spielt.

Die Beschriftung ist nicht an den Attachment-Post gebunden, sondern an die Stelle, an der Sie das Bild in einen Post einfügen möchten. Das ist zunächst kaum vorstellbar. Aber testen Sie es doch einfach mal aus und binden ein und das gleiche Bild in zwei unterschiedlichen Post ein. Ausgehend eines jeden Posts läßt sich das Bild bearbeiten. Definieren Sie in beiden Beispielen die Beschriftung und vergleichen im Anschluß die Ausgabe, was sichtbar ist.

Das heißt, wenn Sie das gleiche Bild in mehreren verschiedenen Posts oder an mehreren verschiedenen Stellen innerhalb eines Posts verwenden, können Sie für jedes Poststück individuelle Untertitel erstellen.


Alt-Text

Das Alt-Attribut oder „Alt-Text“ ist für Bilder im Web obligatorisch und wird oft ignoriert, da es unnötig erscheint. Das ist bedauerlich, weil das Alt-Attribut sowohl wichtig als auch hoch seo-wirksam ist.

Das Alt-Attribut ist der Text, der angezeigt wird, wenn ein Bild mal aus technischen Gründen nicht dargestellt wird. Auch Screenreader lesen diesen Text als beschreibenden Bildersatz. Es gibt Spezifikationsregeln, die je nach Funktion eines Bildes angewendet werden sollten.

Wenn das Bild kommunikativen Inhalt hat, zusätzlich zum geschriebenen Wort etwas illustriert und einen Sachverhalt verdeutlicht, sollte der Alt – Text den Inhalt des Bildes und den Aussagegehalt beschreibend wiedergeben.

Wenn das Bild in einem Link eingebunden ist, sollte der Alt-Text das Ziel des Links beschreiben.

Allein die Vorstellung davon, dass Screenreader eine Website für Menschen mit Sinneseinschränkungen erfahrbar machen, gibt eine Idee, wie ein Alt-Text ausgestaltet werden kann. Sie sollten auch einen kompakten Alt-Text formulieren. Betreiben Sie kein Keyword-Spamming! Stellen Sie sich vor, das muss Ihnen alles von einem Screenreader vorgelesen werden. Das würde Sie Nerven kosten. Suchmaschinen sind davon auch nicht angetan. Ihre Website könnte abgestraft werden.

Der Alt-Text ist dazu da, den Bildinhalt zu beschreiben und ihn mit dem Gesamtinhalt in Beziehung zu setzen. Für die menschlichen Seitenleser ist der Alt-Text nicht sichtbar.  Suchmaschinen hingegen stützen die Indexierung der Bildinhalte auf den Alt-Text. Das macht den Alt-Text so bedeutsam!


Beschreibung

Im Eingabefeld Beschreibung kann alles noch einmal ausführlich zusammengefasst werden oder sogar um Informationen erweitert sein, durch Geodaten oder komplette Anschriften beispielsweise. Wenn Sie dem Beschreibungsfeld Text hinzufügen, wird dieser als Post-Inhalt des Anhangs gespeichert. Das heißt, wenn jemand auf der Attachment-Post-Seite für das Bild landet (auf meiner Website habe ich nicht direkt zur Anhangsseite verlinkt), sieht er die lange Beschreibung (sofern das aktuelle Theme dies unterstützt).

Die Anhangsseite enthält Metadaten, die zeigen, zu welchem ​​Post das Bild gehört, eine Verknüpfung zur ursprünglichen Bildgröße und sogar Navigationslinks zu anderen Bildern innerhalb des gleichen Posts.

Wenn Sie über Beiträge oder über Seiten ein Bild hinzugefügt haben und Sie die Beschreibung des Bildes ändern oder hinzufügen möchten, müssen Sie dafür den Editor für das Bildanhang-Post separat öffnen. Gehen Sie dafür  im Admin-Menü auf „Medien“, und suchen in der Mediathek das Bild. Obwohl das Feld Beschreibung nicht über den visuellen Editor (WYSIWYG) verfügt, können Sie es genauso behandeln wie jeden anderen Post oder jede Seite. Sie können den Inhalt der Beschreibung formatieren und es aussehen lassen wie einen normalen Post.


Die Kraft der Bild-Metadaten

Diese kombinierten Textfelder sind eine leistungsstarke Ergänzung in Sachen SEO. Lassen Sie diese Fleißarbeit nicht aus. Auch Bilder können über die Googlesuche interessierte Besucher auf Ihre Website bringen.

Sie verstehen jetzt besser, was die Anhangsdetails bedeuten und wie in WordPress die Metadaten der Bilder zu behandeln sind. Der nächste Schritt besteht darin, diese Felder aktiv zu nutzen.

Richten Sie passende Titel, Untertitel, Alternativtexte und Beschreibungen für Ihre Bilder in der Mediathek ein!