Die Zutaten der Website – der Inhalt

und eine Prise Schrift

Die Zutaten der Website – der Inhalt

Die Zutaten der Website – der Inhalt 1000 500 Face & Content - Agentur für Webdesign

Mit den Zutaten einer Website ist hier insbesondere der Inhalt einer Website gemeint. Das können sein:

  • Text,
  • Bilder,
  • Dokumente, PDFs
  • Sounds,
  • Videos und
  • Animationen.

Genau wie beim Kochen bestimmt auch hier die Qualität der Zutaten über den Genuss oder auch über das Benutzererlebnis.

Ehe die Webinhalte aufgenommen werden, müssen sie ansprechend bereitgestellt werden. Der Seitenbesucher überfliegt gleich einem Scanverfahren den Inhalt, greift markante Eckdaten wie Überschriften und Bildinhalte auf, um sich dann eventuell mit dem detaillierten Inhalt zu beschäftigen.

Die Kraft ‚Inhalt‘

Inhalt beantwortet Fragen

Verbraucher suchen oft nach Antworten auf Fragen, die sie haben. Wenn Ihr Inhalt diese Fragen beantwortet, werden Sie wahrscheinlich Ihre Website ganz oben in den Suchergebnissen finden. Sie sollten sich überlegen, mit welchen Fragen kommen Ihre Seitenbesucher und wie können Sie Antworten geben.

Inhalt spricht direkt zu Kunden

Wenn Sie Inhalte erstellen, die Ihre Kunden nützlich finden, haben sie das Gefühl, mit ihnen zu sprechen. Blogbeiträge oder Videos, die direkt auf Kundenfragen aus Ihrem Fachgebiet zugeschnitten sind, zeigen Kunden, dass Sie sich für ihre Anliegen interessieren. Wenn Sie beispielsweise eine Handwerksfirma besitzen und mithilfe eines Videos vorführen, wie Sie Aufgaben aus Ihrem Leistungsspektrum lösen, evtl. unter Einsatz von Spezialtechnik, werden Ihre Kunden sich schnell überzeugen lassen von Ihrer Kompetenz und eine konkrete Anfrage an Sie richten.

Inhalt verkauft Produkte

Ihre Webinhalte können sehr effektive Kaufargumente liefern. Bildmaterial kann diese Kraft steigern. Für produktbezogene Geschäfte können so z.B. die praktischen Verwendungsmöglichkeiten demonstriert werden. Wenn Sie sich auf Dienstleistungen spezialisiert haben, können Fotos von Mitarbeitern Brücken zum Kunden bauen.

Der Inhalt einer Website wird als eines der effektivsten Marketingbausteine betrachtet. Man spricht vom Content Marketing. Kunden nutzen zunehmend Informationen aus Webartikeln. Die klassische Anzeige als Offline-Werbung hat inzwischen weniger Einfluss auf die Kaufentscheidung. Konsumenten und Kunden informierten sich gezielt und suchen nach aufschlussreichen Informationen im Netz.

Wie komme ich zu gutem Inhalt?

an vier Beispielen erklärt: Text, Bild, PDF, Video

1. Der Text

Text ist nicht gleich Text. Dem wird jeder zustimmen. Manche Texte muss man als Leser mühevoll durcharbeiten und andere Zeilen liest man flüssig und besten Falls mit Vergnügen durch. Schreiben Sie allgemeinverständlich, das ist schon die halbe Miete.

Was aber soll der Text auf Ihrer Website leisten? Schreiben Sie an erster Stelle für den Leser. Teilen Sie ihm mit, wonach er sucht. Erst an zweiter Stelle bringen Sie Ihre Anliegen unter. Das erfordert Empathie. Versuchen Sie sich in den Leser hineinzuversetzen. Fühlt sich ein Seitenbesucher auf Ihren Seiten wohl und verweilt, hat das einen positiven Effekt auf das Ranking.

Genau wie die Klickrate ist die Zeit, die ein Leser auf einer Seite verbringt, ein Benutzerinteraktionssignal. Diese Zeit auf der Seite wird als Verweilzeit bezeichnet. Kurze Verweilzeiten werden mit Inhalten niedriger Qualität in Verbindung gebracht und lange Verweilzeiten als Zeichen für aussagekräftige Inhalte von hoher Qualität gesehen.

Verwenden Sie Elemente, die die Aufmerksamkeit einfangen wie Bilder und Videos. Erschlagen Sie Ihre Leser nicht mit einem Text dicht wie eine Betonwand. Lockern Sie ihre Textinhalte auf. Absätze oder Texte, die lang aussehen sind für die Lesemotivation tödlich. Verwenden Sie kurze Absätze. Gegliederte Texte versprechen dem Leser eine leichte Aufnahme der Informationen und halten dieses Versprechen meist.

Doch manchmal scheint kein Weg zum qualitativen Text zu führen. Gut zu texten kostet Mühe und Zeit. Nicht jeder kann sich dieser Arbeit selbst widmen. Da helfen dann professionelle Textersteller weiter. Es gibt freie Texter und es gibt Plattformen, die mit Autoren jeder Fachrichtung zusammenarbeiten. Ich empfehle immer zunächst die Zusammenarbeit mit freien Textern. Wer ein knappes Budget hat schaut auf Plattformen wie  Textbroker.de vorbei. Hier bekommen Sie auch Texte in anderer Sprache, wenn Sie beispielsweise in Englisch bloggen. Ein gutes und ausführliches Briefing bei Textanfragen verhilft zu guten Texten.

Wer das Texten selbst in der Hand behalten möchte, liest gern auch ‚Text ist nicht gleich Text – der Text für die Website‚.

Schriftarten – auch Fonts genannt

Nun haben wir den Textinhalt selbst betrachtet. Aber zu bedenken ist auch, wie kommt der Text optisch daher. Mit welcher Wirkung unterstützen Schriftarten den Inhalt und die Aussagekraft. Jede Schriftart (engl. Fonts) löst eine Regung beim Betrachter aus. Das wird mitunter nicht immer ganz genau den gleichen Effekt  auslösen. Dazu sind die Menschen zu verschieden.

Die eigene Kultur, regionale Gewohnheiten, das Geschlecht, Konventionen und zeitaktuelle Trends bestimmen den Grad der Wirkung. Eine Schriftart kann mit einer Haltung in Verbindung gebracht werden, kann ein Kollektiv ansprechen wie Berufsgruppen und kann etwas im Unterbewusstsein des Lesers auslösen. Wer tiefer in diese Materie eintauchen möchte, liest dazu das Buch ‚Why Fonts Matter‘ von Sarah Hyndman. Achtung: Das ist ein englischer Titel. Wenn Sie Fachliteratur in fremder Sprache nicht scheuen, werden Sie an diesem Buch Ihr Vergnügen haben und erhellende Momente!

2. Das Bild

Ich bin der Auffassung, dass auch das Bildmaterial über das Wohl und Weh einer Website erheblich mitbestimmt. Und das in dreierlei Hinsicht:

  • Bildaussage
  • Bildqualität
  • Bildoptimierung fürs Web
  • Bildrechte

Bildaussage – wie sehr unterstützt ein Bild die Botschaft

Bevor Sie ein Bild auf Ihrer Website einbinden, prüfen Sie, was es für Ihr Webprojekt leisten kann. Der Bildgehalt sollte nicht missverständlich sein. Die Bildqualität einzuschätzen obliegt natürlich jedem nach seinem Geschmack. Aber wissen Sie auch, was dem Seitenbesucher gefällt oder was unterbewusst als „aufgeräumtes“ Bild  wahrgenommen wird? Darüber lohnt es sich Gedanken zu machen.

Bildqualität – ist quasi die Metabotschaft zu Ihrer Leistung

Ein Bild ist eine Botschaft auf mehreren Ebenen. Es wird eine Geschichte durch die enthaltene Abbildung erzählt und es vermittelt einen Anspruch durch die Art und Weise der Umsetzung, seiner Bildqualität. Somit erzählt das Bildmaterial auch auf einer Metaebene dem potenziellem Kunden etwas von Ihrer Anspruchshaltung und was er von Ihren Leistungen zu erwarten hat.

Wer sich aufmachen möchte und plant Fotos, beispielsweise Produktfotos seines Webshops selbst zu erstellen, kann sich als Laie wertvolle Tipps im Blogartikel ‚Wie Sie tolle Produktfotos für Ihren Online-Shop machen‘ des Printservice MOO.com abholen. Damit erreichen Sie eine deutliche Kostenersparnis und lernen bessere Aufnahmen zu machen. Und vielleicht haben Sie sogar große Freude ihre Produkte in Szene zu setzen und im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht zu rücken.

Der ein oder andere wird jedoch merken, gute Aufnahmen sind nicht immer so leicht erstellt, wie man glauben mag. Wer die Kosten nicht scheut oder wo sehr viele Objekte abzulichten sind, wendet sich an einen Profi. Es gibt Fotografen, die sich auf Produktfotografie spezialisiert haben. Sie werden Augen machen, mit welcher Geschwindigkeit und zu welchen verhältnismäßig guten Konditionen, diese Arbeit erledigt werden kann. Nachfragen lohnt sich immer!

Bildoptimierung für eine bessere Ladezeiten der Website

Bildinhalte erfordern in Zeiten des responsiven Webdesign auch auf technischer Ebene den Seitenbetreiber heraus. Große Bilddateien kommen mit einer hohen Datenlast daher, die die Ladezeiten einer Website ungünstig beeinflussen. Hier ist es wichtig sich mit Dimensionen, mit der Pixeldichte und der Bildkomprimierung auszukennen.

Für die verschiedenen Endgeräte ist es wichtig, das Bildmaterial auch in verschiedene Größen vorzuhalten. Auf mobilen Endgeräten will niemand warten bis sich ein Bild von gigantischem Ausmaß aufgebaut hat und vielleicht noch das Datenvolumen ans Limit bringt. Mit dem SrcSet-Attribut ausgestattet, werden Bildgrößen entsprechend der Endgeräte ausgegeben – klein zu klein und groß zu groß. Sollte das verwendete Theme über diese Funktion nicht verfügen, kann man mit Plugins nachrüsten. In meinem Blogartikel ‚WP Plugins – meine Liebsten!‘ werden Sie fündig, wenn Sie die Bilddateien auf Ihrer Website bändigen wollen.

Bildrechte

Dieses Thema wird nicht selten vollkommen unterschätzt. Erzeugte Bilder, Fotos oder digitale Grafiken scheinen im Netz in einer unendlichen Vielzahl zur Verfügung zu stehen via rechter Mausklick und Copy & Paste. Aber Vorsicht! Jedes Bild hat einen Urheber mit Rechtsansprüche auf sein Werk. Und jeder Urheber berührt wiederum in der Regel Rechte Dritter indem er Dinge oder Personen abbildet. In einem Bild stecken also nicht selten gleich Rechteansprüche von mehreren Parteien.

Prüfen Sie immer eine rechtssichere Verwendung aller Bildinhalte. Das gilt insbesondere auch für Logos anderer Unternehmungen. Gerne werden diese verwendet bei der Auflistung der Kunden und Referenzen. Das ist allerdings ohne Einverständnis der betroffenen Firmen wirklich nicht zu empfehlen!

3. PDF

PDFs können eine sinnvolle Ergänzung der Website-Inhalte sein. Für gewöhnlich stellt man mit PDFs Dokumente bereit, die dem Kunden, Seitenbesucher als Download zur Verfügung gestellt werden sollen.

Wenn Sie beim Erstellen dieser PDFs einige Standards für den Einsatz im Web beachten, kann eine PDF ihre Website im Ranking unterstützen. Lesen Sie ausführlicher im Artikel ‚PDF fürs Web – PDFs für Webpräsentationen auf ihrer Website‘.

Wiederstehen Sie mit einer PDF Inhalte ihrer Website auf diesem Wege dem Seitenbesucher erneut anzubieten. Damit tun sie ihrer Website kein Gefallen. Denn damit würde doppelter Inhalte (duplicate content) entstehen und das mag Google nicht so gern. Vermeiden Sie diese Dubletten!

4. Videos

Durch das Hinzufügen von Videos zu Ihrer Website kann Ihr Content weiter aufgewertet werden. Der Bedeutungszuwachs von Videos im Online-Marketing ist nicht von der Hand zu weisen. Mit Videos können Inhalte einfach und schnell vermittelt werden. Interessante Videoinhalte binden zudem die Aufmerksamkeit und verlängern die Verweildauer des Besuchers. Wie kommt nun ein Video in Ihre Website? Es kann wie ein Bild hochgeladen (upload) werden oder auf einer Sharing-Plattform bereitgestellt und in Ihre Website eingebettet (embed) werden.

Die meisten Websitebetreiber, die WordPress verwenden, nutzen gern einen Video-Sharing-Dienst von Drittanbietern wie YouTube oder Vimeo, um ihre Videos hochzuladen. Den Grund dafür liefern gleich mehrere Vorteile: einfaches Teilen, keine Datenlast, Sichtbarkeit und Traffic sowie eine implementierte Videoqualitätsoptimierung seitens der Dienste.

Gutes Videomaterial ist in der Erstellung um einiges herausfordernder als Fotomaterial. In der Regel übernehmen hier Content-Profis für Bewegtbilder die Umsetzung. Wer sich eingehender mit der Videoproduktion beschäftigen möchte, kann mit dem Artikel „50 bewährte Tipps von den Profis für bessere Videos“ tiefer in die Thematik eintauchen.

Eine Prise Schrift

Seitdem sich Webfonts etabliert haben, ist es möglich mit Typografie Einfluss auf die Gestaltung und Wirkung einer Website zu nehmen. Schriften transportieren Botschaften, die über das geschriebene Wort hinausgehen. Außderdem können neben den ästhetisch-emotionalen Gründen auf Schrift zu setzen auch funktionale Beweggründe hinzukommen. Mit unterschiedlichen Schriften können visuelle Abgrenzungen erzeugt werden oder auch die Struktur eines Textes verstärkt. Wer mehr erfahren will, liest sich ins Thema ‚Schriften im Web – Websichere Schriften und Webfonts‚ ein.

Ordnung und Struktur

Ordnung ist das halbe Leben und auch für eine Website nicht ganz unbedeutend. Sortieren Sie Ihre Gedanken und Botschaften mit Sorgfalt und es wir dem Seitenbesucher leicht fallen Ihnen zu folgen.

Visuelle Unordnung vermeiden

Nun haben wir uns um alle Inhalte gekümmert. Jetzt geht’s ans Anrichten!

Je mehr Textbausteine, Bildelemente oder Buttons miteinander um die Aufmerksamkeit konkurrieren, desto weniger Wirkung erzielt das einzelne Element. Geben Sie jedem Baustein den Raum, den es braucht um zu wirken. Sonst sieht der Seitenbesucher den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Eine Unübersichtlichkeit lässt nicht erkennen, was wichtig ist und führt mitunter zu einer Überforderung der Leser. Ihre Botschaft wird im schlimmsten Fall nicht verstanden.

Visuelle Ordnung erreichen Sie, indem Sie

  • für eine visuelle Hierarchie der Inhalte sorgen, um die Relevanz zu verdeutlichen.
  • genügend Leerraum verwenden, damit die Aussage nicht gleich von Ihrer nächsten Botschaft abgedrängt wird.
  • das Wichtige visuell hervorheben und so für visuelle Ankerpunkte sorgen.

Stellen Sie das Design nicht über die Funktionalität

Das Design einer Website hat natürlich eine Wirkung auf den Besucher. Aber zu viel Flirren & Klirren kann die eigentlich positive Absicht zu beeindrucken ins Gegenteilige umschlagen.

Angesagte Designmerkmale oder Features sollten beherzt hinterfragt werden. Nur weil die Konkurrenz am Markt etwas Neues ausprobiert, um potenzielle Kunden zu beeindrucken, heißt das nicht, dass es eine gute Idee ist dem zu folgen. Urteilen Sie kritisch. Prüfen sie neue Designideen auf Herz und Niere. Sich mit kurzlebigen Trends zu verrennen kostet mehr, als das es bringt.

Design und Layout sollten im Idealfall dem Inhalt dienen.

Wählen und entwickeln Sie sorgfältig Ihre Inhalte. Am Ende ist der Gehalt und die Mischung die Rezeptur für ein sinnvolles und wirkungsvolles Besuchererlebnis. Mit einer durchdachten und guten Umsetzung Ihrer Website schaffen Sie Vertrauen beim Seitenbesucher und können Ihn wohlmöglich als Kunden gewinnen.

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